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Automobil

von Tomal K. Ganguly

DaimlerChrysler verhandelt mit Piaggo
Kommt der smart bald aus Indien?


Stuttgart. DaimlerChrysler will die Krisenmarke smart möglicherweise doch verkaufen. Der Konzern verhandelt offenbar momentan mit dem italienischen Motorradhersteller Piaggio über die Bedingungen für eine Übernahme. Von smart wurden diese Verkaufspläne bisher dementiert.
Piaggios Mehrheitsaktionär (IMMSI Gruppe, Mailand) bestätigte, dass die Investmentbank Goldman Sachs im Auftrag von DaimlerChrysler "Kontakt mit IMMSI aufgenommen hat, um das Interesse an einer Übernahme abzuschätzen". 

Die Branchenzeitung "Automotive News Europe" erfuhr aus Verhandlungskreisen, dass Piaggio, drittgrößter Hersteller von Motorrädern, Rollern und Kleinfahrzeugen in Europa, ein Angebot zur Übernahme prüft. Die Markenrechte, das Werk im französischen Hambach (Lothringen) sowie alle Unterlagen und Rechte an geplanten Modellen sollen von DaimlerChrysler an Piaggio zu einem "sehr vernünftigen Preis" angeboten worden sein. Piaggio plant demnach eine Verlagerung der smart-Produktion von Hambach nach Indien. Besonderes Interesse gilt den kleinen und emissionsarmen Benzin- und Diesel-Motoren von smart.

DaimlerChrysler betonte, dass der Konzern an der Marke smart festhalten möchte und sie soll bis 2007 saniert werden. Im April 2005 hatte DaimlerChrysler eine Stilllegung von smart geprüft und sich letztendlich doch für eine milliardenschwere Sanierung der Marke entschieden. Zwar hatte Konzernchef Dieter Zetsche bestätigt, dass die Investmentbank Goldman Sachs mit der Sondierung der Situation beauftragt worden sei, jedoch gelte dies aber nur für mögliche Kooperationen auf der Produktebene. Bis Ende 2007 will Zetsche die Marke smart in den schwarzen Zahlen sehen und die Erfolgsaussichten der Sanierung laufend prüfen. Seit dem Start der Marke im Jahre 1998 hat sie milliardenschwere Verluste für den Mutterkonzern eingefahren.

Als weiterer potenzieller Bieter war Suzuki in Aussicht. Jedoch hat die Firma kein Interesse an dem Kleinwagen. Dies wurde am letzten Freitag von Chairman Osamu Suzuki gegenüber dem Magazin "Automotive News Europe" bestätigt.

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