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Die indische Firma Infosys hat sich mittlerweile zu
einem der wichtigsten Technologiedienstleister der Welt entwickelt. Auf dem
Weltwirtschaftsforum 2005 in Davos zählte unter Topmanagern und
Spitzenpolitikern auch der Infosys-Chef Narayana NR Murthy.
Die Wirtschaft Indiens wächst im rasanten Tempo und ist
auf dem besten Weg zur Weltmacht. Auch wenn es ein erschwerlicher und langer
Weg sein wird, bei dem beeindruckendem und rasantem Tempo wird dieses Ziel
nicht in allzu weiter Ferne sein.
Infosys
gehört mittlerweile zu einem Vorzeigeunternehmen und ist bereits in den
Reihen der großen Weltkonzerne aufgenommen. Die Jahresgewinne des indischen
IT-Serviceunternehmens steigen seit den letzten zwei Jahren von Quartal zu
Quartal – eine positive Bilanz im Gegensatz zu einigen chinesischen Großfirmen.
Der indische Softwarefirma aus dem indischen Silicon Valley – Bangalore –
profitiert dabei besonders von der nachhaltenden Nachfrage nach Outsourcing.
Momentan beschäftigt Infosys über 36.000 Mitarbeiter weltweit und schaffte
zuletzt rund 2.300 neue Arbeitsplätze.
Gegründet
wurde die Firma im Jahr 1981. Sechs Jahre später, im Jahr 1987, wurde der
erste internationale Stützpunkt in USA eingeweiht. 1996 eröffnete Infosys
seinen ersten europäischen Sitz in Milton Keynes, Großbritannien und fing
mit dem damals noch jungen e-Business an. Bereits 1999 überschritt Infosys
den Jahresbetrag von 100 Millionen US-Dollar und weitere Sitze wurden weltweit
eröffnet, u.a. auch in Deutschland, Belgien, Schweden und Australien. Damit
stand dem Erfolg der Firma nichts mehr im Weg, denn bereits im selben Jahr
wurde sie im Technologieindex NASDAQ aufgenommen und konnte sich somit zur
weltweit ersten registrierten Firma aus Indien zählen. Im letzten Jahr überschritt
Infosys den Jahresbetrag von einer Milliarde US-Dollar.
Auch die Zahlen vom letzten Quartal waren mehr als erwähnenswert.
Das Unternehmen legte beim Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51
Prozent auf fast 5 Milliarden Rupien, umgerechnet 90 Millionen Euro zu. Der
Quartalsumsatz stieg sogar um 49 Prozent auf 18,8 Milliarden Rupien,
umgerechnet 330 Millionen Euro. Die Gewinnprognose wurde angehoben.
Neben
Bangalore – dem Hauptsitz des Konzerns – gibt es noch weitere 42 Außenstellen.
Die weltweite Vernetzung ist groß: von Fremont (Kalifornien), dem US
Hauptquartier, über Stuttgart, Zürich oder Mauritius reicht die Präsenz bis
runter nach Sydney und Melbourne.
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Dossier: Indien - die neue Weltmacht?
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